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Grundlagen der systemischen Organisationsentwicklung

Der durchschnittliche Arbeitsweg eines Deutschen dauert zwischen zehn und dreißig Minuten. Könnten Sie sich vorstellen, diesen jeden Tag mit der Kutsche zurückzulegen? Vermutlich nicht. Zwar war sie bis Ende des 19. Jahrhunderts das Fortbewegungsmittel schlechthin, doch die alltäglichen Umstände haben sich verändert. Neue Berufe, größere Städte und andere Infrastrukturen haben den Menschen dazu gezwungen, auch seine Art, von A nach B zu kommen, anzupassen. Gleiches gilt für heutige Unternehmen: Wer seinen Betrieb nicht weiterentwickelt und mit der Zeit geht, ist kaum wettbewerbsfähig. Ein guter Weg ist hierbei die systemische Organisationsentwicklung. Welche Grundlagen Sie in diesem Zusammenhang unbedingt kennen sollten, lesen Sie in diesem Beitrag.

Bleiben wir noch kurz im 19. Jahrhundert und stellen wir uns vor, wie das Arbeitsleben damals aussah: Der Großteil der arbeitenden Bevölkerung muss körperlich schuften. Wer stärker ist und mehr leisten kann, hat klare Vorteile. Alles, was zählt, ist Größe und Kraft. Kognitive Arbeit ist kaum gefragt. Natürlich gibt es auch den einen oder anderen Buchhalter, doch die Masse an Tätigkeiten ist körperlich. Kraft schlägt in diesem Fall Köpfchen. Doch der Mensch entwickelt sich, erfindet neue Dinge und macht die Arbeitswelt um einen wichtigen Gehilfen reicher – den PC. Und mit diesem steigen die kognitiven Anforderungen an Jobs und Menschen.

Die systemische Organisationsentwicklung richtig nutzen

Fast jeder Mensch hat heutzutage an seinem Arbeitsplatz mit einem PC zu tun. Sei es für die reine Buchhaltung, zur Kommunikation via E-Mail oder zum Programmieren von Websites – dem Einsatz des Computers sind heute keine Grenzen gesetzt. Doch nur, weil viele Menschen mit demselben oder ähnlichen Systemen arbeiten, heißt das nicht, dass ihre Arbeitsweise die gleiche ist. Da die Menschen nicht trivial gestrickt, sondern in ihrem Eigenleben hochkomplex sind, unterscheiden sie sich maßgeblich voneinander. Jeder geht anders an ein Problem heran, und zwei verschiedene Menschen werden die Lösung unter Umständen auch durch unterschiedliche Wege und Herangehensweisen finden. Gerade diese Individualität ist eine der wertvollsten Ressourcen, über die auch Sie mit Ihrem Unternehmen verfügen. Sie müssen sie nur zu nutzen wissen.

Genau hier setzt die systemische Organisationsentwicklung an. Sie geht davon aus, dass sich komplexe Probleme nur lösen lassen, wenn man die Aufmerksamkeit nicht bloß auf ein Element, sondern auf mehrere richtet. Für Unternehmen, die sich weiterentwickeln möchten, bedeutet das konkret, dass die Lösung von innen herauskommen muss. Das Unternehmen selbst und seine Mitarbeiter tragen diese bereits in sich. Dabei gibt es unterschiedliche Aspekte, die sich ändern können und müssen, um ein Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Mal ist es die Einstellung der Mitarbeiter sowie ihre möglichen subjektiven Sichtweisen, mal sind es die internen Strukturen oder die Umwelt eines Unternehmens. Klar ist auf jeden Fall: Wenn Sie Ihr Unternehmen durch systemische Organisationsentwicklung in eine erfolgreiche Zukunft führen möchten, sollten Sie sich Unterstützung von außen holen.

Mit objektivem Input zum Ziel kommen

Wer sein Unternehmen mithilfe systemischer Organisationsentwicklung nachhaltig und erfolgreich entwickeln will, setzt im Idealfall auf die Betreuung durch einen qualifizierten Organisationsentwickler. Dieser analysiert den Ist-Zustand Ihres Unternehmens mit einem neutralen Blick von außen. So erkennt er Potenziale und mögliche Lösungswege. Durch eine eingehende Betrachtung aller Arbeitsabläufe findet er schnell die Bedürfnisse der Mitarbeiter heraus und zeigt Ihnen, wie Sie individuell auf diese eingehen können. Darüber vermittelt er Ihnen den besten Weg, um Ihr Unternehmen fit zu machen für die Anforderungen des Alltags. Denn unsere zunehmend vernetzte Welt und die voranschreitende Digitalisierung machen das erforderlich.

Systemische Organisationsentwicklung heißt folglich nichts anderes, als einen geplanten organisationalen Wandel in einem Unternehmen umzusetzen. Die Veränderung ist dabei keine statische Momentaufnahme, sondern ein dynamischer Prozess, der Ihr Unternehmen langsam, aber stetig an die Anforderungen des Marktes anpasst. Und dafür braucht es die Zusammenarbeit all Ihrer Mitarbeiter.

Mit neuen Perspektiven zu neuer Zusammenarbeit

Während die klassischen Organisationsstrukturen von früher eher hierarchisch angelegt waren und meist ein einzelner Vorgesetzter für alle gedacht hat, ist dieses Modell heute nicht mehr gefordert. Vielmehr soll sich der Erfolg eines Unternehmens aus den Leistungen eines ganzen Teams ergeben. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass alle an Ihrem Unternehmen Beteiligten an einem Strang ziehen. Ein professioneller Organisationsentwickler sieht Ihren Betrieb dabei als sozialen Organismus, der ein individuelles Bewusstsein hat. Er vermittelt Ihnen einen ganzheitlichen Lösungsweg mit neuen Perspektiven. Denn alte Denkmuster aufzubrechen und neue Schwerpunkte des Miteinanders zu setzen ist besonders wichtig für die systemische Organisationsentwicklung.

Die wahren Potenziale Ihrer Mitarbeiter entfalten sich dann am besten, wenn Sie nachhaltige Lern-, Erneuerungs- und Bewusstseinsprozesse initiieren. Dabei hat die systemische Organisationsentwicklung zum Ziel, Mitarbeiter zu aktiven Gestaltern von Veränderungen und von einer neuen Organisationswirklichkeit zu machen. Auf diese Weise entwickelt sich Ihr gesamtes Unternehmen in Richtung Effizienz, Erfolg und Zukunftsfähigkeit. Die systemische Organisationsentwicklung macht den Wandel in Ihrem Unternehmen dabei nachhaltiger, erlebbarer und akzeptierter. Neben der Beratung gehört es deswegen auch zu den Leistungen eines Organisationsentwicklers, Sie und Ihre Mitarbeiter zu trainieren und zu coachen. So kann er die vorhandenen Potenziale und Talente freisetzen und nutzbar machen.

Systemische Organisationsentwicklung schafft sofort positive Effekte

Bezeichnend für die systemische Organisationsentwicklung ist auch, dass sie auf maßgeschneiderte und individuelle Lösungen für Unternehmen setzt. Denn nur, wenn das Konzept zur Weiterentwickelung auf Ihr Unternehmen angepasst ist, stellt sich schnell Erfolg ein. Einige positive Effekte erkennen Sie dabei sogar nach kürzester Zeit. Auch hier sind es wieder die Mitarbeiter, an denen Sie sehen, wie sich eine moderne Unternehmensstruktur positiv auswirken kann. Verbesserte Teamleistung, Erhöhung der Leistungsfähigkeit und Reduzierung der Mitarbeiterfluktuation sind dabei nur einige von zahlreichen Effekten, die die systemische Organisationsentwicklung auf Ihr Unternehmen haben wird.

Durch die Betrachtung des Menschen als Individuum hat die systemische Organisationsentwicklung auch weitere entscheidende Vorteile, wenn es darum geht, Ihr Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Sie schafft die Grundlage, jeden Mitarbeiter so zu fördern und zu fordern, wie es seinen Fähigkeiten entspricht. Damit präsentieren Sie sich als attraktiven Arbeitgeber, der auch von seiner Seite aus eine starke emotionale Bindung zwischen Mitarbeitern und Unternehmen vorantreibt. Je wohler sich Ihre Mitarbeiter fühlen, desto besser arbeiten sie. Für Ihr Unternehmen bedeutet das nicht nur wirtschaftlichen Erfolg, sondern vor allem Wettbewerbsfähigkeit. Und solange Sie mit der Konkurrenz mithalten können, sind Sie und Ihr Unternehmen ebenfalls für die Zukunft gewappnet.

Systemische Organisationsentwicklung bedeutet in ihren Grundzügen also, ein Unternehmen und alle daran Beteiligten an ihrem individuellen Standpunkt abzuholen. Jeder wird anhand seines Potenzials gemessen und bekommt die Aufgabe zugeteilt, bei der er sein Können im besten Sinne für das Unternehmen einsetzen kann. Mithilfe eines professionellen Organisationsentwicklers und durch die Energie Ihrer Mitarbeiter macht Sie die systemische Organisationsentwicklung so zu einem erfolgreichen und effizient arbeitenden Unternehmen.

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