Teambuilding-Übungen © Shutterstock/Rawpixel.com

Sieben clevere Teambuilding-Übungen: Kurz, lang oder zum Kennenlernen

Ein Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Mitgliedern eines Projekts ist in vielerlei Hinsicht vorteilhaft. In der Regel wird dann schneller und effizienter gearbeitet. Zugleich lassen sich Konflikte sehr viel einfacher klären. Sogenannte Teambuilding-Übungen helfen dabei, dieses Zusammengehörigkeitsgefühl zu erzeugen. Wir haben für Sie sieben solcher Übungen zusammengetragen. Dabei stellen wir sehr kurze, etwas längere sowie Maßnahmen zum Kennenlernen vor.

Teambuilding: Es muss nicht immer teuer sein

Viele Projektmanager wissen eigentlich um den Mehrwert von Teambuilding-Übungen, schrecken allerdings vor diesen zurück. Sie stehen schließlich im Ruf, ausgesprochen kostspielig zu sein. Falls Sie ähnliche Gedanken haben, sitzen Sie allerdings Falschinformationen und Klischees auf. Sie müssen beispielsweise nicht notwendigerweise Orientierungsläufe im Wald oder gemeinsame Tage in Freizeitparks ansetzen. Clevere Teambuilding-Übungen sind häufig schon mit einfachen „Bordmitteln“ möglich.

Zwei kurze Teambuilding-Übungen – Zeitraum: bis zu fünf Minuten

Wozu dient dieser Gegenstand?

Sie lassen alle Mitglieder in einer Reihe aufstehen und präsentieren einen beliebigen Gegenstand. Jeder soll sich überlegen, wozu das Objekt dienen könnte – natürlich abgesehen vom eigentlichen Einsatzzweck. Dazu wird eine Minute Zeit gegeben. Anschließend darf jeder nach vorne kommen und beschreiben, wozu der Gegenstand seiner/ihrer Meinung nach dient. Die anderen Mitglieder müssen erraten, welcher Verwendungszweck gemeint ist. Dieses Spiel macht zum einen großen Spaß und fördert zum anderen die Kreativität – sowohl individuell wie auch kollektiv.

Die Dinge positiv sehen

Dieses Spiel hilft, gegenseitiges Vertrauen aufzubauen und mit negativen Erfahrungen und Rückschlägen besser umzugehen. Empfehlenswert ist es, wenn zwei bis vier Personen die Übung gemeinsam durchführen. Dabei wird folgendermaßen vorgegangen: Eine Person erzählt ein negatives Erlebnis aus dem Privat- oder Berufsleben. Anschließend bemüht sie sich darum, die Erfahrung positiv wiederzugeben. Inwiefern hat der Rückschlag sie beispielsweise weitergebracht, oder welches schwerwiegendere Problem konnte dadurch vermieden werden? Hiernach tragen die anderen Personen zusätzliche positive Aspekte bei. Dann ist der nächste Teilnehmer an der Reihe, eigene Erfahrungen zu schildern. Idealerweise lernen alle Beteiligten aus diesem Spiel etwas.

Drei längere Teambuildung-Übungen – Zeitraum: bis zu 30 Minuten

Arme entwirren

Dieses Spiel ist für acht bis zwanzig Personen gedacht. Die Teilnehmer bilden einen Kreis und strecken ihre Arme aus. Mit der rechten Hand sollen die Beteiligten nun die Hand einer anderen Person fassen. Mit der linken Hand wird die Hand einer weiteren Person umfasst. Innerhalb eines festgelegten Zeitraums sollen sich die Beteiligten anschließend wieder „entknoten“. Dabei ist streng verboten, dass irgendeine Hand losgelassen wird. Absolut erwünscht ist es hingegen, miteinander zu sprechen. Das Team lernt auf diese Weise, Probleme gemeinsam konstruktiv anzugehen. Überdies tut diese Übung der Diskussionskultur unter den Beteiligten gut. Denn Sie werden erleben, dass dieses Spiel nicht lösbar ist, wenn die Mitglieder einander nicht zuhören und sich ausreden lassen.

Minenfeld

Unter allen Teambuilding-Übungen ist dieses Spiel der Garant schlechthin, für Spaß und gute Laune zu sorgen, wenn Arbeitsmoral und Stimmung gleichermaßen im Keller sind. Sie können es immer wieder einstreuen, wenn Sie an bestimmten Tagen so überhaupt nicht damit zufrieden sein sollten, wie gearbeitet wird. Zugleich eignet sich das Spiel ausgezeichnet dazu, dass die Beteiligten lernen, sich präzise Anweisungen zu geben.

Der Ablauf: Sie benötigen eine größere freie Fläche. Eventuell gehen Sie dazu hinaus auf den Parkplatz oder in einen Park. Werfen Sie dort irgendwelche Gegenstände auf den Boden und verteilen Sie diese beliebig. Im Anschluss teilen Sie Ihr Team in Zweiergruppen ein. Bei jedem Paar bekommt einer die Augen verbunden, während der andere ihn mit Worten so durch das „Minenfeld“ leiten muss, dass er keinen Gegenstand berührt. Danach wird getauscht. Das Duo, das am schnellsten ist, hat gewonnen.

Rohes Ei sicher verpackt

Auch bei diesem Spiel teilen Sie Ihr Team zunächst paarweise ein. Dann erhält jede Gruppe ein rohes Ei. Anschließend hat sie 20 Minuten Zeit, dieses Ei mithilfe von Büromaterialien so zu verpacken, dass es einen Sturz aus dem zweiten oder dritten Stock überleben kann und nicht zerbricht. Neben dem Spaß geht es vor allem darum, die Problemlösungskompetenzen und das Improvisationstalent der Beteiligten zu stärken. Erfahrungsgemäß gehen übrigens schon einige Eier beim Verpacken oder bei „Probestürzen“ zu Bruch. Nehmen Sie deshalb lieber ein paar Eier mehr mit. Wenn Sie es wünschen, können Sie die „Einpack-Zeit“ auch über 20 Minuten ausdehnen, um mehr zeitlichen Spielraum zu geben.

Zwei Teambuilding-Übungen zum Kennenlernen – Zeitraum: bis zu 60 Minuten

Wahrheit oder Lüge?

Sie setzen Ihr neues Team in einen Kreis. Jedes Mitglied soll über sich drei Lügen und drei Wahrheiten erzählen. Die Lügen müssen selbstverständlich realistisch sein. Bei den Wahrheiten können durchaus erstaunliche Dinge preisgegeben werden. Danach ist es die Aufgabe der anderen zu erraten, was der Wahrheit entsprach und was gelogen war. Bei fünf Personen dauert dieses Spiel gewöhnlich etwa 15 Minuten. Für jede weitere Person sollten Sie etwa drei zusätzliche Minuten veranschlagen.

Mit verbundenen Augen malen

Sie teilen Ihr Team abermals in Zweiergruppen auf. Einer Person werden die Augen verbunden. Sie erhält ein Blatt Papier und einen Stift. Die andere bekommt ein Bild, das sie ihrem „blinden“ Pendant nun beschreiben muss. Anschließend wird getauscht. Ein Durchgang dauert gewöhnlich etwa 10 Minuten, und Sie können die Pärchen nach einer Runde auch noch mal neu zusammenstellen. Diese Übung verlangt viel Kommunikation. Die gemalten Interpretationen sind überdies in der Regel so interessant, dass sie fast zwangsläufig zu einem intensiven Austausch unter den Beteiligten führen.

Ein abschließender Tipp: Machen Sie nach Möglichkeit selbst mit

Alle Teambuilding-Übungen stehen und fallen damit, dass sich alle Mitglieder auch wirklich beteiligen. Überraschend häufig nehmen sich gerade die Projektmanager oder sonstigen Vorgesetzten aus. Sie sollten sich aber in jedem Fall beteiligen, wenn die Chance besteht. Nur so sorgen Sie für ein wirklich umfassendes Zusammengehörigkeitsgefühl.

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