Teambuilding © Fotolia/Robert Kneschke

Ein starkes Team – Wie Sie den richtigen Mix für starkes Teambuilding finden

Teambuilding sollte in größeren und kleineren Unternehmen mehr sein als einfach nur eine unwillkommene Pflichtübung. Denn beim Schaffen eines Teams und der Kreation eines Wir-Gefühls wachsen Gruppen zusammen und jeder Einzelne kann besser, effizienter und in angenehmerer Umgebung arbeiten.

Doch was macht ein gutes Team aus, wie setzt sich eine Truppe zusammen und wie wird aus den besten Einzelspielern eine funktionierende Mannschaft, die den Unwägbarkeiten des Alltags gewachsen ist?

Wir verraten Ihnen hier die Essentials, um aus vielen spröden Metallen eine unschlagbare Legierung zu schaffen.

Ein Team ist keine Gruppe – So machen Sie Teambuilding richtig

Bei vielen Leistungsträgern ist alleine der Begriff der Teamarbeit verpönt, denn hier werden Erinnerungen an pädagogische Planspiele der Gruppenarbeit wach. Dabei unterscheidet sich die Teamarbeit in vielen entscheidenden Punkten von der Arbeit in der Gruppe und der wichtigste Punkt hierbei sind die Aufgaben- und die Rollenverteilung.

Während in einer Gruppe alle Mitglieder dieselbe Aufgabe und Rolle haben, braucht ein Team die persönlichen Fähigkeiten eines jeden Mitglieds. Denn das Team respektiert die Andersartigkeit von Persönlichkeiten und Fähigkeiten und versucht nicht, daraus eine uniforme Masse zu schaffen.

Nehmen Sie als Beispiel eine Fußballmannschaft: Auch diese profitiert von den unterschiedlichen Fähigkeiten jedes einzelnen Mitglieds. Wäre es eine Fußballgruppe, würden elf Stürmer sich um den Abschluss balgen.

Zur essentiellen Zusammensetzung eines Teams gibt es klare Rollen, welche eine oder mehrere Personen ausfüllen können. Auch kann eine Person in Ihrem Team mehrere Rollen erfüllen.

Der Teamleiter – Der Leader, das Alphatier, der Kapitän. Für diese Position gibt es viele Namen und unterschiedliche Ausführungen. Der Leiter eines Teams muss dabei kein Despot sein und ein Teamleiter widerspricht auch nicht zwangsläufig einer flachen Hierarchie. Vielmehr ist es die Aufgabe des Teamleiters, die Ziele zu setzen oder zu formulieren, die Aufgaben zu delegieren und ein ganz klares Bild über die Gruppe zu haben. Dabei geht es ebenso um die Fähigkeit, die Aufgaben des Teams festzusetzen wie das Team zu lesen. Ein guter Teamleader fördert das Teambuilding und kennt die Stärken und Schwächen seiner Truppe. Respekt verdient sich ein Teamleader.

Der Teamleader muss dabei auch die Arbeit aller anderen Teammitglieder bewerten können und Ihnen das Feedback geben, dass Sie zu einer konstruktiven Zusammenarbeit brauchen. In Problemfällen ist der Teamleader der Ansprechpartner.
Gesucht wird hier also ein emphatischer Anführer und kein fauler Despot.

Der Innovator – Jedes Team braucht Ideen und jemanden, der out of the box denkt. Dazu bedarf es einer Person, die auch einmal quer denkt und andere Skills mitbringt als die, die für den Job erforderlich sind. Innovatoren sind kreative Typen, die Chancen sehen, wo andere vor Probleme stoßen. Dazu brauchen Innovatoren aber auch die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten einzusetzen. Bieten Sie den Innovatoren die Gelegenheit, sich auszuleben. Wenn es nicht mehr weiter geht, dann ist der Innovator gefragt.

Der Macher – Einer muss einfach mal anpacken und loslegen. Nicht nur um der eigenen Arbeit willen, sondern auch, um das Team anzutreiben. Der Macher ist der Initialzünder eines Teams und jemand, der viel arbeitet und daraus neue Kraft schöpft.

Ein Macher ist im Team deswegen so unentbehrlich, weil es in jedem Team jemanden braucht, der es wagt, die ersten Schritte zu machen und dessen Arbeitsamkeit den Ehrgeiz der Kollegen anspornt. Der Macher ist der Duracell-Hase des Teams und während er läuft und läuft und läuft spielt er den anderen Teammitgliedern voll in Ihre Stärken.

Der Korrektor – Während der Macher einfach drauf los geht, ist der Korrektor der akribische Arbeiter, der auch kleinste Fehler feststellt. Das ist nicht nur am Ende der Teamarbeit essentiell, um das Ergebnis zu polieren, sondern hilft auch während der Teamarbeit.
Schließlich können sich kleinste Fehler in der Anfangsphase schneeballartig zu größeren Problemen entwickeln. Hier kommt der Korrektor ins Spiel, denn er sieht solche Makel in der Arbeit, weist auf sie hin und hilft beim Glätten der Wogen. Wie wichtig Korrektoren bei der Arbeit sind, zeigen etwa Editoren in Film und Literatur. Gerade die bringen oft erst Form und Präzision in die Arbeit.

Der Experte – Ein bisschen Experte sollte in jedem Teammitglied stecken, doch der Experte steckt tiefer in der Materie als seine Kollegen. Mit seinem Fachwissen ist er der ideale Bestandteil einer Gruppe, um auf taktische und strategische Entscheidungen Einfluss zu nehmen. Experten wissen um die technischen Möglichkeiten einer Arbeit und kennen die Limitierungen des Budgets.
Damit setzen Experten das Grundgerüst für die Projektarbeit.

Der Schlichter – Auch im besten Team gibt es immer wieder Spannungen und hierfür ist ein Schlichter zuständig. Schlichter achten auf die Dynamiken innerhalb der Gruppe und entwickeln eine Empathie für ihre Teamkameraden. So ersticken sie Konflikte oft, noch bevor Sie entstehen, und dienen bei Streit als Ansprechpartner. Oder eben als Schlichter.

Der Kontaktmann – So wie ein Team dann am besten arbeitet, wenn nicht jeder für sich werkelt, braucht auch das Team eine Verbindung nach außen. Das ist der Kontaktmann/die Kontaktfrau. Kontaktpersonen sind gut vernetzt und kennen alle anderen Abteilungen und sind in der Szene gut aufgestellt. Sie haben alle Kontakte, die notwendig sind, um besser ans Projektziel zu kommen und sie scheuen sich nicht davor, diese einzusetzen.

Diese essentiellen Rollen sind für das Teambuilding unentbehrlich. Der Teamleader kann dabei auch der Schlichter oder Experte sein und der Kontaktmann genau so Innovator wie der Macher.

Im Idealfall sind alle Rollen einer Teamkomposition im Team vertreten und es wurde klar kommuniziert, wer welche Aufgabe im Team hat.
Auch der Umgang untereinander, die Unteraufgaben, welche dem Projektziel dienen, die Ansprechpartner und Ziele müssen klar kommuniziert werden.

Teambuilding Exercises sind ja auch nicht dafür gemacht, ein Team aus dem Nichts zu formen, sondern diese sollen nur bestehende Strukturen innerhalb eines Teams klarer ausformen.

Beim abenteuerlichen Teambuilding zeigen sich die Skills Ihrer Mitarbeiter eben etwas deutlicher und wer beim Baumstamm als erstes anpackt, wird sich wahrscheinlich auch ohne große Anleitung sofort an die Arbeit setzen. Wer aus einem Tau einen Seilzug baut, kommt auch im Büro auf die entscheidenden Ideen.

Teambuilding braucht einen gesunden Nährboden

Selbst das beste Personal funktioniert nicht immer in jeder Zusammensetzung, denn Teambuilding erfordert auch klare gemeinsame Ziele und Grundlagen für Teamwork. Auch hier gibt es wichtige Dinge, auf die Sie achten können, um erfolgreiches Teambuilding auch in der Teamarbeit erfolgreich umzusetzen.

Achten Sie etwa darauf, dass sich jedes Mitglied im Team wertgeschätzt fühlt, setzen Sie grundsätzliche Regeln für die Zusammenarbeit und schaffen Sie eine Atmosphäre, in der Sie und Ihre Teammitglieder den Ideen aller lauschen. Und vor allem: Setzen Sie beim Teambuilding auf Konsens. Nur wenn alle Teammember an einem Strang ziehen und wirklich ans Ziel wollen, arbeiten Sie und Ihr Team als eine effiziente Einheit.

Weiterführende Links:

http://hr.berkeley.edu/hr-network/central-guide-managing-hr/managing-hr/interaction/team-building/steps
http://www.time-management-guide.com/team-building.html
http://www.industryweek.com/corporate-culture/8-essentials-building-strong-team

Fotoquelle Titelbild: © Fotolia/Robert Kneschke

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